Du trinkst gerne Fruchtsäfte? Warum Fruchtsäfte teils ungesünder sind als du denkst erfährst du in diesem Artikel!

Zuckerfalle Säfte

Jeder weiß: Obst ist gesund und steckt voller Vitamine. Deswegen landet es bei vielen fast täglich und gleich mehrmals auf dem Teller. Egal ob als Obstsalat, im Kuchen, als Snack zwischendurch oder als Saft verarbeitet: Obst ist in jeglicher Hinsicht sehr beliebt. Doch Obst ist eine echte Zuckerfalle und sollte deswegen nur in Maßen genossen werden. So enthält ein Liter Apfelsaft in etwa 120g Zucker, ein Liter Cola hingegen „nur“ 110g. Obst darf bei einer ausgewogenen Ernährungsweise keinesfalls fehlen. Trotzdem sollte man einen übermäßigen Genuss einschränken.

Obst oder Fruchtsaft?

Macht es tatsächlich einen Unterschied wie man sein Obst zu sich nimmt? Eine neue Harvard-Studie meint: ja! Ein Fruchtsaft lässt den Blutzuckerspiegel schneller ansteigen als ein Stück Obst. Außerdem gehen viele Ballaststoffe verloren, wenn das Obst zum Fruchtsaft verarbeitet wird. Wenn es dir schwer fällt abzunehmen, raten wir dir lieber auf ein ganzes Stück Obst zurückzugreifen, statt den Saft zu trinken. Mit dem Kauen signalisiert du deinem Körper, dass Nahrung verarbeitet werden muss und aktivierst die Speichelproduktion. Dein Gehirn wird auf eine andere Art und Weise stimuliert, als wenn du einen Saft trinken würdest. Außerdem macht Obst länger satt als flüssige Nahrung, da der Magen für einige Zeit mit der Verwertung beschäftigt ist.

Laut Mediziner sollte man täglich 2 Portionen Obst (insgesamt 250g) zu sich nehmen. Eine Portion solltest du dabei unbedingt als „feste Nahrung“ genießen. Die andere Portion kannst du als Saft oder Smoothie genießen. Im Sommer wird es dir wahrscheinlich etwas leichter fallen ausreichend Obst zu konsumieren. Ein Apfel oder ein paar Beeren lassen sich zudem leicht in der Hand- oder Badetasche verstauen. An alle Obst-Muffel: ab sofort gibt es also keine Ausreden mehr 😉 !

Tipps

Grundsätzlich gilt: die Dosis macht das Gift. Auf Obst sollte man aufgrund der vielen Vitamine nicht zur Gänze verzichten. Trotzdem sollte man Säfte nur in geringen Mengen konsumieren. Kalorien lassen sich ganz leicht einsparen, wenn der Fruchtsaft mit etwas Leitungs– oder Mineralwasser verdünnt wird. Von Zeit zu Zeit kannst du versuchen immer mehr Wasser beizumengen und lediglich den süßen Geschmack beizubehalten. Nicht der Fruchtsaft, sondern das Wasser sollte den größten Teil der Mischung ausmachen. Dein Körper wird sich schnell an diese Umstellung gewöhnen und purer Fruchtsaft wird dir dann höchstwahrscheinlich ohnehin zu süß vorkommen. Wenn dir normales Wasser zu langweilig ist, kannst du dein Wasser, statt einem Fruchtsaft, auch mit einer Scheibe Zitrone, Limette, Gurke oder ein paar Beeren verfeinern.

Wenn du Obst isst, wähle jene Sorten aus, die im Vergleich weniger Zucker enthalten. Geeignet sind vor allem Beeren jeglicher Art. Eine Banane eignet sich wiederum als perfekter Snack vor dem Training, da der Zucker schnell im Körper verwertet werden kann und für extra Energie sorgt. Viele Sportler verzehren Bananen deswegen nur an Trainingstagen.

Ein Glas Fruchtsaft kannst du als eine Art Belohnung sehen und zum Beispiel einmal am Wochenende beim gemeinsamen Frühstück mit der Familie genießen. Leider hält sich der Mythos, dass Fruchtsäfte gesund seien hartnäckig. Zu einem gewissen Teil stimmt das natürlich auch. Da viele aber nicht bei einem Glas Fruchtsaft bleiben findet der Mythos wiederum seine Berechtigung. Ab und an spricht aber nichts gegen ein Glas frischgepressten Orangensaft.

Zahlen & Fakten

Saft ist natürlich nicht gleich Saft! Damit du einen Überblick bekommst, haben wir für dich drei sehr beliebte Obstsäfte inklusive Zuckergehalt aufgelistet:

1 Glas Apfelsaft (250 ml) enthält 30 g Zucker (das sind umgerechnet 10 Stück Würfelzucker)

1 Glas Orangensaft (250 ml) enthält 25 g Zucker (das sind umgerechnet 8 Stück Würfelzucker)

1 Glas Grapefruitsaft (250 ml) enthält 18 g Zucker (das sind umgerechnet etwa 4,5 Stück Würfelzucker)

drucken

 

Hinterlasse eine Nachricht