Heißhunger kann der Auslöser vieler Ursachen sein. Wie du ihn vermeidest liest du in unserem Artikel.

Je nachdem was für ein Heißhunger-Typ du bist, gibt es verschiedene Möglichkeiten diesen zu bekämpfen. Verschiedene Alltagssituationen, Gewohnheiten oder die falsche Ernährung sind nur drei der vielen potenziellen Auslösern.

Der „Über-den-Tag-Nicht-Esser“

Viele starten ihre Diät indem sie ganzen Tag versuchen sehr wenig oder gar nichts zu essen. Abends herrscht im Körper ein sehr großes Energiedefizit: der Heißhunger tritt auf. Der Körper möchte den Mangel an Nahrung natürlich ausgleichen und reagiert deswegen mit extremen Verlangen nach Energie. Abends fällt es dann zumeist noch schwer sich zum Kochen zu überwinden und so bleibt oft nichts anderes übrig als der Lieferdienst. Immerhin möchte man sich ja für den anstrengenden Tag belohnen. Doch genau das ist der falsche Weg.

Um diesem Teufelskreis zu entkommen solltest du kleinere Portionen, verteilt auf den ganzen Tag, zu dir nehmen. So hast du nie Hunger und vermeidest den Griff zum ungesunden Essen.

Der „Deftige-Typ“

Fast ununterbrochen hast du Lust auf etwas deftiges. Egal ob ein ordentliches Schnitzel, Pizza oder Burger mit Pommes – du könntest dich ausschließlich davon ernähren. Grund für diese Essensgelüste können ein Salz- sowie Mineralstoffverlust sein. Diese Verluste werden durch sportliche Betätigung sowie Hitze verursacht. Bist du zudem vielleicht auch in die Fast-Food- sowie Zuckerfalle getappt? In den meisten Fertiggerichten ist Glutamat und sehr viel Zucker enthalten. Beide Stoffe regen den Appetit an und der Körper verlangt infolgedessen immer mehr davon. Kurzzeitig sind wir zwar zufrieden, doch schon bald kommt das Tief. Der Körper verlangt nach einer größeren Menge als zuvor.

Umgehen kannst du diese Heißhungerfalle indem du nach dem Sport deinen Mineralstoffhaushalt wieder ausgleichst. Isotonische Getränke eignen sich hierzu perfekt. Um der Fast-Food-Falle zu entkommen musst du wohl ein radikales Entzugsprogramm durchziehen. Verzichte dazu ein bis zwei Wochen komplett auf verarbeitete Gerichte sowie Zucker. Dein Körper gewöhnt sich schnell an diese neue Situation. Dein Verlangen nach deftigem Essen wird sich einstellen. Solltest du trotzdem einmal an einer Heißhungerattacke leiden probiere eine Handvoll Nüsse zu essen.

Die „Raupe-Nimmersatt“

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Befindet man sich für längere Zeit dauernd in einem Kalorienüberschuss (isst man also mehr Kalorien als der Körper wieder verbrennt) nimmt man nicht nur zu, sondern der Körper fängt an sich an diese Kalorienmenge zu gewöhnen. Versucht man dann seine Kalorienanzahl sehr stark zu reduzieren reagiert der Körper mit Hunger und Heißhungerattacken.

Es ist wichtig, wenn man ständig unter einem Hungergefühl leidet, sich nicht ablenken zu lassen. Genieße dein Essen mit allen Sinnen – das Smartphone und das Fernsehgerät bleiben dabei ausgeschalten. Wenn du deine ganze Aufmerksamkeit auf das Essen richtest, signalisierst du deinem Körper, dass er genug gegessen hat und satt ist. Du kannst dich selbst auch etwas austricksen, indem du von kleineren Tellern isst – auf kleineren Tellern wirken Portionen optisch größer. Trinke zudem vor und nach deiner Mahlzeit ein großes Glas Wasser. So bleibst du länger satt.

Der „Neider“

Bei dieser Form spielen vor allem Ereignisse der Vergangenheit eine sehr wichtige Rolle. Wer mit Geschwistern aufgewachsen ist, musste bestimmt schon einmal um den Nachtisch kämpfen und war eifersüchtig wenn das kleine Geschwisterchen das größere Stück der Torte bekam. So stellt sich schnell das Gefühl ein zu kurz zu kommen und es wird alles eingehamstert, bevor es jemand anderer tut. So eine Reaktion kann auch durch übermäßige Verbote ausgelöst werden. Kinder, die von ihren Eltern ein Süßigkeiten-Verbot erteilt bekommen, werden auswärts jede Schokolade verschlingen die sie zwischen die Finger bekommen. Löst man die Verbote, kann man mit einer Besserung des Essverhaltens rechnen. Alles was man sich nicht verbietet bleibt uninteressant.

Zudem könntest du dir selbst bewusst machen, dass du immer alles essen darfst. Wenn du es dir also täglich erlaubst eine Tafel Schokolade zu essen, wirst du zu Beginn noch höchst erfreut sein. Nach ein paar Tagen hingegen wirst du die Lust verlieren. Wenn deine Lust auf Schokolade & Co. trotzdem noch nicht verschwinden will, lass die Schokolade keinesfalls in Sichtweite liegen. Am besten du packst sie in eine Lade oder lässt sie beim nächsten Lebensmitteleinkauf gleich im Supermarktregal liegen.

Die „Naschkatze“

Wenn du zu denjenigen gehörst, die am Nachmittag der Heißhunger nach Süßem plagt, hast du deine Mahlzeiten vermutlich falsch eingeplant. Das kann einerseits an keiner bzw. der falschen Kohlenhydratzufuhr liegen. Wenn du dafür sorgst, dass dein Insulinspiegel nur langsam steigt und nicht sofort wieder in den Keller fällt, wirst du auch weniger mit Heißhungerattacken zu kämpfen haben. Ist dein Blutzuckerspiegel erst einmal auf ein sehr niedriges Niveau gesunken, möchte der Körper diesen durch schnelle Energie, also Zucker, ausgleichen.

Zusätzlich begünstigt auch Stress das Verlangen nach Süßigkeiten. Das Hormon Cortisol sorgt für dieses Verlangen. Zusätzlich wird auch der Fettabbau blockiert. Umgehe dieses Problem, indem du dir Zeit für ein reichhaltiges Frühstück nimmst. Dein Frühstück sollte auf alle Fälle komplexe Kohlenhydrate, wie Haferflocken, enthalten. Diese machen dich lange satt und beugen Heißhungerattacken vor. Idealerweise kombinierst du die Kohlenhydrate mit einer Portion Protein und Fett. Außerdem solltest du auch keinesfalls auf dein Mittagessen verzichten. Feste Essenszeiten können dir helfen dich besser zu organisieren. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier – dein Körper wird sich auch schnell an diese festen Essenszeiten gewöhnen.

Egal welche du Mahlzeit du zu dir nimmst: vermeide jegliche Ablenkung und konzentriere dich voll auf das Essen.

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